 |
|
|
|
|
| |
Ras Mohammed |
| |
| |
| |
| |
| |
| |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| TAUCHEN am / im RAS
MOHAMMED NATIONALPARK
|
|
Tauchen am Ras Mohammed ist wohl das Beste, was man sich als Taucher im Roten Meer vorstellen kann. In Sharm el Sheikh gibt es viele gute Tauchplätze und jeder Tauchplatz hat seine einmaligen Seiten. . Aber beim Tauchen am Ras Mohammed zeigt sich die Verwandlung des Tauchgebietes bei jeder Änderung der Strömung und jedem Wechsel der Jahreszeiten. Auch wenn das Tauchen im Ras Mohammed Nationalpark eine zusätzliche Eintrittsgebühr ih Höhe von 5 € kostet, so ist es das wirklich wert. Allerdings sollte man in einer kleinen Tauchgruppe oder möglichst mit einem privaten, ortskundigem Tauchführer / Guide unterwegs sein, der die ortstreuen Tiere sowie auch das Wechselspiel der Strömungen kennt. Nur dann kommt man in den vollen Tauchgenuß dieses einmalig schönen Tauchreviers.
Mit dem Gesetz Nr.: 102 von 1983 gründete
die ägyptische Regierung den Ras Mohammed Nationalpark, welcher offiziell
Ras Mohammed Marine Protected Area heißt.
In diesen Zonen sind die Besucher, ob Taucher oder nicht, angehalten, genaue
Vorschriften zu befolgen, die von einer Expertenkommision ausgearbeitet wurden
und dem Schutz der Natur im Meer und auf dem Land dienen.
Jegliche übertretung wird laut Gesetz Nr. 102 von 1983 bestraft. |
|
Tauchplätze im Naturpark Ras Mohammed |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Ras Zaátar |
Fahrzeit:
40 Minuten
Position:
North 27° 48.800´
East : 35° 55.250´
|
Der Tauchgang am Ras Zaàtar erfolgt meist
gegen Nordosten mit dem Riff auf der linken Seite.
Da sich der interessanteste Abschnitt des Tauchgangs in der Nähe des Kaps befindet,
ist es wichtig, erst nach dem auf der Küste sichtbaren grossen Spalt den Einstieg
durchzuführen. Nachdem man 25-28 Meter hinabgetaucht ist, um eine schöne Kombination
aus Gorgonie und Tischkoralle zu beobachten, sollte man unbedingt auf etwa
15 Meter hochtauchen, um die an Leben reiche und mit roten und rosa Weichkorallen
bedeckte Riffwand zu bewundern.
Ferner sollte man sich nicht die spektakuläre Felsspalte von Ras Zaàtar
entgehen lassen, die genau auf dieser Höhe beginnt und sich gegen die Oberfläche
wie ein echter Kamin verschmälert und von einem großen Schwarm Glasfische
und Beilbauchfische bevölkert ist. In den kleinen Nischen, die sich die
ganze Wand entlang verteilen, treffen die typischen Bewohner der Spalten wie
die Feuerfische, die Glasfische und einige grosse Malabarzackenbarsche aufeinander.
Auch haben hier verschiedene Arten von Nacktschnecken eine Heimat gefunden.
Geduld und ein gutes Auge läßt einem so manch faszinierendes Unterwasserwesen
am Ras Zaàtar entdecken. |
Jackfish Alley |
|
Der Ausgangspunkt
des Tauchgangs, welcher in der Strömung (drift dive) durchzuführen ist, liegt
auf der Höhe des von einem weißen Fleck gekennzeichneten Kliffs.
Nachdem man 5 Meter tief hinabgetaucht ist, sieht man sofort den großen Eingang
einer ersten Grotte, die etwa 40 Meter ins Riff vordringt und welche man wieder
verlässt, indem man diese auf seiner Linken und in einer Tiefe von 9 Metern
beibehält.
Taucht man gegen Südwesten mit dem Riff auf der rechten Seite weiter, erreicht
man einen großen Korallenstock, jenseits dessen sich in 14 Metern Tiefe eine
zweite, steil aufwärts verlaufende Grotte mit einem Ausgang in 6 Metern Tiefe
befindet, wo sich eine Unmenge an Glasfischen aufhält.
Etwas weiter südlich liegt eine sandige Bucht, die in Richtung Südwesten durchquert
werden muss, um in 11 Metern Tiefe zu einem zweiten Korallenstock zu gelangen,
der reich an Leben ist. Ebenfalls in südwestlicher Richtung erreichen
wir eine große Fächerkoralle, die von einer weiteren Kolonie von
Glasfischen besiedelt ist.
Von hier taucht man in Richtung Südwesten an einer reichen Korallenzone vorbei
und stößt auf den Beginn der 18-20 Meter tief gelegenen Sandallee, welche
dem Ort seinen Namen gegeben hat. In diesem Bereich wurden oftmals Weiss -
spitzenriffhaie, Rochen und neben Makrelen auch Drückerfische und Blaupunktrochen
gesichtet. |

Fahrzeit:
45 Minuten
Position:
North 28° 02.000´
East : 34° 29.600´ |
Eel Garden |

Fahrzeit:
50 Minuten
Position:
North 27° 42.200´
East : 34° 07.300´ |
Der Tauchgang im Eel Garden ist leicht und windet
sich durch das seichte, dem Strand gegenüberliegende Sandplateau, wo sich
eine relativ uninteressante Höhle öffnet und wo sich ein imposanter Sandfall
befindet.
Im zentralen Teil des Sandplateaus lebt eine Kolonie von Rotmeerröhrenaalen.
Dies ist der größte zu betauchende Röhrenaalgarten in Sharm
el Sheikh und es gab noch keinen Taucher, den die sich wiegende Fülle
an Röhrenaalen nicht begeistert hätte. Der Röhrenaalgarten
zieht sich von 18 Meter in eine Tiefe bis 50 Meter. Diese Röhrenaalgattung
ist heimisch und kann eine Länge von über 80 cm erreichen. Die Aale ragen
mit ca. zwei Drittel ihrer Länge aus dem Sand und wiegen sich in der Strömung
auf der ständigen Suche nach Plankton, von welchem sie sich ernähren. Ihre
Höhlen, die sie nie verlassen, sind zylinderförmige, in den Sand gegrabene
Gänge, deren Körner mit einem besonderen Sekret einer eigens dafür vorgesehenen
und sich in Schwanznähe befindlichen Drüse verklebt sind.
Diesen Tieren muss man sich vorsichtig von unten nähern, da sie sehr scheu
sind und sich beim ersten Anzeichen von Gefahr sofort in ihre Löcher zurückziehen.
Alles was von oben kommt wird als Gefahr gedeutet. |
Shark Observatory
|
|
Obwohl viele Taucher heute kurz vor Shark Observatory
Bay eintauchen, beginnt die klassischere und noch eindrucksvollere Route unweit
vom auf dem Kliff gelegenen Aussichtspunkt. Nachdem man eine Tiefe von etwa
15 Metern erreicht hat, kann man zu seiner Rechten die an Schluchten, lebensprühenden
Schlupfwinkeln und Höhlen mit Glasfischen sowie Beilbauchfischen reiche Wand
erforschen, ohne dabei das tiefe Blau aus den Augen zu verlieren, aus welchem
plötzlich Makrelen, Barrakudas, Mantas und einige Haie auftauchen können.
Auf der Höhe des südlichen Ecks des Kaps vollzieht die Wand einen jähen Knick
gegen Westen zum kleinen Strand, der sich unterhalb des Aussichtspunktes befindet.
Hier trifft man auf einige große Gorgonien (Subergorgia hicksoni) und weiter
oben auf einen majestätischen Schlupfwinkel.
Taucht man die Wand weiter entlang, dringt man in eine sehr schöne, tagsüber
durch eine auf dem Gipfel gelegene Öffnung erleuchtete Grotte vor. Von hier
aus kann man auf die Riffbank hinaustauchen |
Fahrzeit:
55 Minuten
Position:
North 27° 59.200´
East : 34° 27.000´ |
Shark Reef (Yolanda) |

Fahrzeit:
60 Minuten
Position:
North 27° 48.800´
East : 35° 55.250´
|
Der Tauchgang beginnt nordöstlich von Shark Reef
auf der Höhe eines Plateaus, allgemein bekannt als Anemone City, welches sich
zwischen 12 und 20 Metern Tiefe befindet und wie ein großer Balkon über das
tiefe Blau vorragt. Eine grosse Ansammlung von Anemonen, zwischen deren nesselnden
Tenktakeln vielfarbige Rotmeeranemonenfische leben, hat dieses Plateau, in
welchem der helle Sand von madreporischen Formationen unterbrochen wird, besiedelt.
Nachdem man Anemone City erkundet hat, muss man für einige Minuten in einer
Tiefe von 20 Metern auf einem Kurs von 150° im Blauen weiterschwimmen, der
direkt zum Shark Reef - klar erkennbar anhand des unverwechselbaren Profils
einiger Gorgonien - führt. Von hier behält man die Wand auf seiner Rechten
bei, die vertikal in einen über 700 Meter tief gelegenen Abgrund abfällt, und
taucht um den Korallenstock herum.
Blickt man ins Blau, kann man leicht Fledermausfisch- und Barrakudaschwärme,
die manchmal in kreisförmiger Anordnung schwimmen, Makrelen-, Schnapper- und
Straßenkehrerschwärme sehen.
Nachdem man einige Dutzend Meter weitergeschwommen ist, erreicht man den sandigseichten
Sattel, der das Shark Reef mit dem Yolanda Reef verbindet. Das Yolanda Reef
ist reich besiedelt mit Drachenköpfen, Blaupunktrochen und Muränen.
Anschließend an das Yolanda Reef erreicht man wieder einen sandigseichten
Sattel. Hier ist im Jahr 1980 der Sanitärfrachter die Yolanda gesunken,
nach dem auch das Riff seinen Namen erhielt. übersät mit Toilettenschüsseln,
Badewannen und Waschbecken bietet das Plateau Abwechslung nicht nur für
Taucher, sondern auch für die dort heimischen Fische und Pflanzen. Der
BMW, welcher sich wohl auf der Yolanda befand, ist selbstverständlich
nicht mehr fahrtüchtig.
Als Alternative kann man das nahe Satellite
Reef besuchen oder den südlich von Yolanda gelegenen Bereich erforschen, wo
vor allem in den Wintermonaten (Dezember-Januar) einige Graue Riffhaie gesichtet
werden können. |
Alternatives |
Westlich vom Ras Mohammed befindet sich eine Kette von Korallenstöcken,
die allgemein als die Alternatives bezeichnet werden. Der bekanntest ist
das Stingray Station, welches im Nordwesten liegt. Umgeben von ausgedehnten
Sandflächen bieten diese Riffe der Alternatives die besten Voraussetzungen
für jegliche Arten von Rochen wie große Stachelrochen, Federschwanzrochen,
Blaupunktrochen, Adlerrochen und selbst Mantas sowie im Sand lebende Haie
wie Leopardenhaie und Ammenhaie. Wegen der Gezeitentätigkeiten ist die
Sicht meist sehr eingeschränkt. Hinzu kommt, daß oft Strömung
aus dem Süden herrscht und dieser Umstand auch zu schlechten Sichtverhältnissen
führen kann. Genau diesen Umstand machen sich die dort beheimateten
Fische zu Nutzen. Die eingeschränkte Sicht bietet Schutz für Jäger
und Gejagte. Falls die Strömung jedoch aus dem Norden kommen sollte,
dann kann man auch hier mit den gewohnt guten Aussichten auf eine abwechslungsreiche
Flora und Fauna rechnen. Die ausgedehnten Sandflächen sind Schlafplatz
für große Gruppen Rochen, die in den frühen Morgenstunden
dort ungestört träumen und später von hier aus auf Jagd gehen.
Mit viel Geduld kann man sich den Rochen bis auf wenige Meter nähern.
Die Leopardenhai wählen auch oft Schlafplätze recht dicht am Riff
und können daher auch öfters aus nächster Nähe beobachtet
werden.
|

Fahrzeit:
1 Stunde 30 Minuten
Position:
North 28° 02.000´
East : 34° 29.600´ |
Ras Ghazlani |

Fahrzeit:
40 Minuten
Position:
North 27° 42.200´
East : 34° 07.300´
|
Auch hier gibt es wieder mal mehrere Schreibweisen. Ras
Ghozlani, Ras Ghoslani, Ras Goslani, Ras Gazlani oder wie wir es schreiben:
Ras Ghazlani, aber Goslani gesprochen.
Erst im Frühjahr 2002 wurde hier das Tauchen seit langer Zeit wieder erlaubt.
Entsprechend überwältigend ist der Zustand der Unterwasserwelt von Ras Ghazlani.
Im Gegensatz zu den hier beschriebenen Tauchplätzen präsentiert sich Ras Ghazlani
als sanft abfallender Hang, der mit großen Korallenstöcken bewachsen ist.
Die Pracht der Korallen an diesem Tauchplatz kann man als "Best of the Best"
beschreiben. Riesige Tischkorallen wechseln sich mit fantastisch gefärbten
Weich- und Hartkorallen ab, umlagert von unzähligen Fischen. Ras Ghazlani
ist nicht so spektakulär wie manch anderer Platz um Ras Mohammed, aber wirklich
einer oder sogar der schönste aller Tauchplätze hier. Die Strömung ist meist
moderat oder gar nicht vorhanden und unterstützt das entspannte Tauchen in
diesem Paradies. Hier findet man die grösste Tischkoralle überhaupt.
Bis in das Jahr 2005 war diese 100% intakt. Aber es gibt leider immer wieder
Tauchguides, die ihre überbleiten Taucher über solche einmaligen
Objekte lotsen. Ein einziges Stück fallendes Blei zerstört dann
Jahrhunderte. Trotz alledem ist dieser Tauchplatz mit der beste Spot im Süd-Sinai! |
Marsa Bareika |
|
Von den meisten Guides unbeachtet, da es keine Tauchplatzbeschreibung
für das Briefing gibt. Und selbst eine Karte vom Tauchplatz erstellen
liegt nicht jedem Guide oder Tauchcenter. Die Marsa Bareika wird oftmals als
Mersa Bareika bezeichnet. Wir dagegen lieben die Marsa Bareika. Unsere Gäste,
die bereits mit uns hier abgetaucht sind, wissen auch warum:
In versteckten Höhlen und Grotten oder unter Tischkorallen liegen nicht
selten die Weissspitzenriffhaie um zu schlafen. Ein riesigerbvg Federschwanzrochen
ist oftmals auf dem oberen Plateau anzutreffen. überhaupt gibt es hier
mehr Fische als Taucher. Vielleicht gerade deswegen tummeln sich gelegentlich
gerade hier die Grossfische. In dieser stillen Bucht der Marsa Bareika hatten
und haben wir die meisten Begegnungen mit Walhaien, Delphinen und sogar einem
Blue Marlin. Strömung gibt es hier so gut wie nie und so kann man sich
den Punkt des Einstiegs und Ausstiegs aussuchen. Im Norden beginnt die Bucht
mit viel Sand und vereinzelten Korallenblöcken und massig Jungtieren.
Richtung Süden geht die anfangs recht langsam abfallende Ebene in eine
steile Wand über. Schon wenige Meter vom Land entfernt trifft man auf
die stolze Tiefe von 80 Metern. |

Fahrzeit:
1 Stunde 20 Minuten
Position:
North 27°46'57.36"
East : 34°12'33.11" |
|