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Informationen zum Bombenanschlag in DAHAB
Eigentlich wollten wir diese Seite schon lange abschalten. Aber die Zahl der Zugriffe, sowie expliziete Nachfragen zu den Anschlägenund immer neue Anfragen von Gästen haben uns zu dem Entschluss gebracht, die Information über die damaligen Anschläge in Ägypten weiterhin anzubieten.

Dahab - Bombenanschläge Ereignis 24.April.2006 Update : 26.04.2006 14:06 Uhr
Selbstmordattentäter vermutlich identifiziert
Die Polizei geht nach ersten Erkenntnissen davon aus, dass die Anschläge im ägyptischen Ferienort Dahab von drei Selbstmord-Attentätern begangen wurden. Sie seien auch möglicherweise bereits identifiziert worden, berichtet der arabische TV-Sender Al Dschasira. Aus Sicherheitskreisen in Kairo hatte es zuvor geheißen, von drei bisher unidentifizierten Arabern seien nur Leichenteile gefunden worden. Dies deute darauf hin, dass diese Männer möglicherweise die Bomben bei sich getragen hatten. Bisher wurden 18 Todesopfer geborgen, darunter sechs Ausländer: Ein Junge aus Baden-Württemberg sowie je ein Urlauber aus Russland, Ungarn, dem Libanon und der Schweiz. Die Leiche eines weiteren Ausländers konnte noch nicht identifiziert werden. Zwei Vermisste Mindestens zwei Menschen werden noch vermisst. Die Polizei vermutet, dass bis zu drei Leichen von den Fluten des Roten Meeres davongespült wurden. Die Zahl der Verdächtigen, die zur Vernehmung festgenommen wurden, erhöhte sich inzwischen auf insgesamt 30.
Dahab - Bombenanschläge Ereignis 24.April.2006 Update : 26.04.2006 13:17 Uhr
Viele Festnahmen, aber keine heiße Spur
Die ägyptischen Behörden suchen weiterhin nach den Hintermännern der Anschläge von Dahab. Zwar wurden seit den drei Explosionen mehrere Verdächtige festgenommen, eine heiße Spur scheinen die Ermittler nicht zu verfolgen. Die Angaben über die Anzahl der Festnahmen schwanken zwischen acht und 30 Verdächtigen. Auch ist immer noch unklar, ob die Sprengsätze von Selbstmordattentätern oder per Fern- oder Zeitsteuerung gezündet worden sind.
Ein zehnjährige Deutscher unter den Toten
Bei drei Bombenexplosionen in dem Urlaubsort am Roten Meer waren am Montagabend mehr als 20 Menschen getötet worden, darunter auch ein zehnjähriger Junge aus Baden-Württemberg. Mehr als 80 Menschen erlitten Verletzungen. Die meisten Todesopfer waren Ägypter. Nach Behördenangaben starben auch jeweils ein Urlauber aus Russland und der Schweiz. Es konnten allerdings noch nicht alle Opfer identifiziert werden. Aus Polizeikreisen hieß es, 18 Tote seien bestätigt. Man habe aber Leichenteile von fünf bis sechs weiteren Menschen gefunden.
Spekulationen in der ägyptischen Presse
Es war bereits der dritte Anschlag auf der Sinai-Halbinsel in anderthalb Jahren. Im Oktober 2004 explodierten Bomben in den Badeorten Taba und Ras Schitan, im Juli vergangenen Jahres wurde Scharm al Scheich zum Ziel eines Anschlags. In ägyptischen Medienberichten wurden Spekulationen laut, dass möglicherweise einen Zusammenhang zwischen dem Anschlag in Dahab und jenen in Scharm al Scheich und Taba geben könnte.
UN-Sicherheitsrat fordert zu Hilfe bei Tätersuche auf
Die Tat löste weltweit Entsetzen aus. Der UN-Sicherheitsrat verurteilte die Bombenanschläge scharf. In einer Erklärung forderte das 15-köpfige Gremium, die "Täter, Hintermänner, Finanziers und Förderer dieser nicht hinnehmbaren Taten" zur Verantwortung zu ziehen. Alle Staaten seien aufgerufen, Ägypten in jeder Weise zu helfen. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel bezeichnete die Anschläge als "Menschen verachtendes Verbrechen". US-Präsident George W. Bush sprach von einer "abscheulichen Tat". Der britische Premierminister Tony Blair sagte: "Es ist wichtig, dass die Welt gegen die Terroristen zusammenhält, die unschuldige Leute umbringen wollen." Mehrere arabische Regierungen, darunter auch die von der Hamas geführte Palästinenser-Regierung, und islamische Organisationen verurteilten die Anschläge ebenfalls.
vor Ort an der Strandpromenade Spurensuche Update : 26.04.2006 13:17 Uhr
Bombenanschlag in Dahab
Bombenanschlag in Dahab
Bombenanschlag in Dahab
Dahab - Bombenanschläge Ereignis 24.April.2006 Update : 25.04.2006 8:55 Uhr
Bombenanschlag in Dahab FOCUS:
Bei einer Serie von Bombenanschlägen im ägyptischen Badeort Dahab sind mindestens 23 Menschen ums Leben gekommen.
Unter den Toten sei auch ein Kind aus Deutschland, teilte das Auswärtige Amt am Dienstag in Berlin mit. 62 Menschen – davon zwei Deutsche – wurden dem ägyptischen Innenministerium zufolge bei dem Anschlag am Montagabend verletzt.
Es war das zweite Attentat innerhalb eines Jahres auf der bei ausländischen Touristen beliebten Sinai-Halbinsel. Der Badeort am Golf von Akaba ist besonders bei Tauchern und Rucksack-Touristen beliebt.
Drei Bomben gezündet wie bei dem Anschlag im vergangenen Juli auf den 80 Kilometer südlich gelegenen Ort Sharm el Sheikh explodierten innerhalb von Minuten drei Bomben. Wieder wählten die Attentäter einen ägyptischen Feiertag, weshalb die Hotels gut gebucht waren. Diesmal waren ein Supermarkt, ein Cafe und ein Restaurant die Ziele. Augenzeugen sagten, auf den Straßen seien Körperteile und Trümmer verstreut gewesen. Es habe Chaos geherrscht und ausgesehen wie nach einem Massaker. „Wir haben viele tote Menschen gesehen. Die Leute haben geschrien. Andere wurden ins Krankenhaus gebracht. Ägypter sind zum Blutspenden gegangen", sagte ein Mitarbeiter eines Cafes, das rund 200 Meter von einem der Explosionsorte entfernt liegt. Die Nationalität zweier Todesopfer blieb zunächst unklar. Die Verletzten kommen laut Innenministerium unter anderem aus Dänemark, Großbritannien und Frankreich.
Dahab - Bombenanschläge Ereignis 24.April.2006 Update : 25.04.2006 9:55 Uhr
Bombenanschlag in Dahab Livebericht eines Touristen:
Er befand sich in der Nähe des Al-Ghazala Supermarktes, als der Sprengsatz dort detonierte. "Überall sind die Scheiben geborsten", sagt er. Ein Augenzeuge, der die Detonationen hörte, sagte: "Über dem Gebiet steigt Rauch auf und die Leute rennen kreuz und quer herum." "Wir haben viele tote Menschen gesehen. Die Leute haben geschrien. Andere wurden ins Krankenhaus gebracht. Ägypter sind zum Blutspenden gegangen", sagte ein Mitarbeiter eines Cafes, das rund 200 Meter von einem der Explosionsorte entfernt liegt. Augenzeugen sagten, auf den Straßen seien Körperteile und Trümmer verstreut. Es herrsche Chaos und sehe aus wie nach einem Massaker. Dies sind die erschreckenden Augenzeugenberichte von den schweren Anschlägen in Ägypten. Ausgerechnet an einem ägyptischen Feiertag, wo fast alle Hotels ausgebucht sind und vor allem einheimische Touristen die Strände bevölkern, bringen die Terroristen erneut Horror und Verwüstung über die Sinai-Halbinsel. Und sie tun dies mit erschreckender Präzision. "Zwischen der ersten und der dritten Bombenexplosion ist höchstens eine Minute vergangen", berichtet der Augenzeuge Ahmed al-Radhban aus Dahab einer arabischen TV- Moderatorin.
Dahab - Bombenanschläge Ereignis 24.April.2006 Update : 25.04.2006 12:07 Uhr
Bombenanschlag in Dahab
Badische Zeitung:
Weitere 62 Menschen wurden demnach verletzt, unter ihnen auch zwei Deutsche. Die deutsche Botschaft in Kairo hat ein siebenköpfiges Team von Konsularbeamten in den Ferienort entsandt, darunter auch einen Dolmetscher und eine Vertrauensärztin, sagte die Sprecherin. Sie sollen weitere Informationen einholen sowie den deutschen Touristen bei Bedarf behilflich sein. Nach Angaben ägyptischer Sicherheitskräfte wurden mindestens zwei der drei Anschläge von Selbstmordattentätern verursacht. Führende Politiker aus aller Welt verurteilten die Attentate scharf. Das deutsche Baby sei eines von drei ausländischen Todesopfern, teilte das ägyptische Innenministerium mit. Unter den 62 Verletzten seien 20 Ausländer. Neben zwei Deutschen wurden demnach auch drei Briten, drei Dänen, zwei Italiener und zwei Franzosen verletzt. Von ägyptischen Sicherheitskräften verlautete, dass unter den Toten ein Schweizer und ein Russe seien. Nach Angaben ägyptischer Sicherheitskräfte wurden mindestens zwei der drei Bombenanschläge am Sinai von Selbstmordattentätern verursacht. Das ägyptische Fernsehen hatte Selbstmordanschläge zunächst ausgeschlossen und berichtet, dass die Sprengsätze aus der Ferne gezündet worden seien. Bislang bekannte sich niemand zu den Anschlägen.
Dahab - Bombenanschläge Ereignis 24.April.2006 Update : 25.04.2006 13:31 Uhr
Bombenanschlag in Dahab
Bombenanschlag in Dahab
Bombenanschlag in Dahab

Anschläge auf Touristen in Ägypten
Bereits in den vergangenen Jahren sind Touristen in Ägypten immer wieder zum Ziel von Anschlägen geworden.
Die schwersten Attentate seit 1996:

24. April 2006
Man feiert in ganz Ägypten Sham An-Nessim, das Fruehlingsfes.t Es wird seit der Zeit der Pharaonen gefeiert. 3 Bomben explodieren im ägyptischen Dahab auf der Sinai-Halbinsel. Die Bomben detonierten in 2 Restaurants. Ein terroristischer Hintergrund kann nicht ausgeschlossen werden.
23. Juli 2005

Tag der Revolution, Nationalfeiertag in Ägypten. In Zukunft wird dieses Datum mit der schlimmsten terroristischen Anschlagserie in der jüngere Geschichte des Landes verknüpft sein. Die Zahl der Todesopfer lag bei 90 Personen. An die 150 Menschen sind zum Teil sehr schwer verletzt worden. Die meisten Opfer sind unter den Ägyptern zu beklagen. Die 1. Bombe wurde mit einem Fahrzeug in die Rezeption des Ghazala Gardens Hotel gefahren. Die 2. Bombe explodierte im Ausgangsbereich des Old Market und die 3 Bombe explodiert im Freien auf dem Parkplatz innerhalb der Naama Bay. Es wird vermutet, dass lediglich die Bombe im Ghazala Hotel plangetreu detonierte. Die weiteren Explosionen wurden vermutlich vorzeitig ausgelöst, nachdem Sicherheitskräfte bei Fahrzeugkontrollen ein Aufdecken der Bombenfahrzeuge als Wahrscheinlich erschienen lies.
7. Oktober 2004
Bei drei Anschlägen auf ein Hotel und zwei Feriensiedlungen auf der Sinai-Halbinsel werden 34 Menschen getötet, die meisten von ihnen israelische Touristen. 105 Menschen werden verletzt. Die erste Fahrzeugbombe wurde direkt in das Hilton Hotel in Taba gesteuert und brachte Teile der Fassad und des Gebäudes zum Einsturz. Die weiteren Bomben detonierten zeitlich in verschiedenen Camps im Badeort Nuweiba.
18. September 1997

Neun Deutsche und ein Ägypter sterben bei einem Anschlag auf einen Touristenbus vor einem Museum in Kairo.
17. November 1997
62 Menschen, davon 58 überwiegend aus der Schweiz und Japan stammende Touristen, werden bei einem Attentat in Luxor getötet. Zu der Tat bekennt sich erneut die Gruppe Dschamaa Islamija.
18. April 1996

Bei einem Anschlag auf ein Hotel nahe den Pyramiden von Giseh werden 18 Griechen getötet und 14 weitere verletzt. Dschamaa Islamija bekennt sich zu der Tat und erklärt, der Anschlag habe eigentlich "jüdischen Touristen" gegolten.

Mehr Informationen zum aktuellen Sicherheitsstand erhaltet ihr unter:
Reisewarnungen Deutsches Auswärtiges Amt
Reisewarnungen Außenministerium Österreich

Stand: 25.April 2008 - 08:50 Uhr