Es gibt 2 Möglichkeiten die Dunraven
anzulaufen. Entweder als erster Tauchgang in Verbindung zum Ras Mohammed oder
als dritten Tauchgang auf dem Rückweg von der Thistlegorm. Die Dunraven
kostet einen Aufpreis, wenn man den Tauchgang als Zusatz zum Ras Mohammed bucht.
In Verbindung zur Thistlegorm zahlt man aber nur den Aufschlag des dritten
Tauchgangs. Da kann man also etwas sparen. Auch ist es eine Überlegung
diesen Tauchgang mit Nitrox zu machen. Da man in der Regel das Achterschiff
bis zum Propeller betaucht um dann von unten in den leeren Laderaum einzusteigen,
ist die Nullzeit schnell vorbei. Mit normaler Luft ist man nach 25 Minuten
bereits im kritischen Bereich. Im Wrack
selbst gibt es nicht viel zu sehen. Ohne Lampe hat man keine Chance die wenig
interessanten Datails zu erkennen. Die alte Dampfmaschine mit ihren Pleuelstangen
oder die Reste der Baumwollladung muss man einfach beleuchten. Die meisten
Tauchgruppen sind ca. 30 Minuten am Wrack und verbringen die Resttauchzeit
am Riff.
Noch steht dieses Wrack auf dem Gordon
Reef. Es ist ein beliebtes Photomotiv. Nicht nur für Taucher. Bei sehr
ruhigen Wetter kann man das Gorden Reef von der Nord Seite anfahren und dann
tatsächlich einen Tauchgang vor dem Wrack machen. Das Korallenriff ist
stark und schnell abfallend bis zum ersten Sockel auf 60 Metern Tiefe. Das
Riff ist übersäht, mit Metalltrümmern, die nicht nur allein von der Lovilla stammen.
Ein
zweites Schiff kollidierte mit der bereits auf dem Riff liegenden Lovilla.
Aber man findet kein Wrack im betauchbaren Bereich. Nun gut es ist nun mal
ein Drop Off. Die Ladung der Lovilla, bestehend aus Fässern mit Rohöl,
liegt übrigens an der Südseite des Gordon Reefs. Wer sich aber den Schrott
unter Wasser anschauen will, der sollte das am Vormittag machen. Ab 12:00 Uhr
steht die Sonne zu weit im Westen und das Riff taucht in ein unfarbiges grau-blau
ein.
Die Lara sass auf dem Jackson Riff und wie die Lovilla blieb sie dort "sitzen", für alle sichtbar. Durch eine Reihe von Ereignissen endeten grosse Teile der Lara am Grund, ausserhalb der Reichweite der meisten Taucher. Gebaut 1956 und mehrere Male umgetauft wurde sie schliesslich im Dezember 1981 zum "grossen Riff am Himmel". Während der folgenden Jahre wurde sie stückweise an Bergungsfirmen verkauft und abgetragen. Jetzt sieht man nur noch einen Bruchsteil des Schiffes, dass auf dem Riff liegt, aber nach wie vor ein Orientierungspunkt ist. Während der Bergungsaktion fiel ein sehr grosser Teil des Hecks ab und landete 70 Meter tief auf dem Meeresgrund. Der flachste Punkt der Lara liegt bei der Spitze des Mastes bei 43 Metern. Das Deck zum Heck hin liegt bei 62 Meternund sinkt in der Mitte auf 67 Meter ab.
Der grosse Propeller liegt auf 65 Metern. Seltsamerweise erscheint das meiste des Wracks intakt zu sein, aber bei näherer Betrachtung zeigt sich, das die Brücke und der Mast tatsächlich nur auf dem Kiel "ausruhen" und nicht "befestigt" sind. Das eigentliche Wrack der Lara ist nichts mehr als eine Sammlung von Stücken, die übereinander liegen und die das Ganze so aussehen lassen, als ob es ein komplettes Schiff wäre. Nichts desto weniger ist die Lara ein interessanter Tauchgang mit Besichtigung des Rettungsbootsdecks, der Werkstätten und der Galerien auf 55 Metern Tiefe. In Reichweite des Trimixtauchens liegt ein riesiges Retttungsboot, fast schon ein Wrack in sich selbst, auf dem Meeresboden bei 85 Metern. Der tiefste Punkt der Lara ist 78 Meter.
Tauchen an der Thistlegorm heißt früh aufstehen. Bereits um 7:00 Uhr geht es los. Bis zum Shab Ali,
dem Liegeplatz der Thistlegorm sind es immerhin 50,6 km. Ankunft am Tauchplatz zwischen
9:30 Uhr und 10:00 Uhr. In der Regel sind noch andere Tauchboote da. Teilweise
Daily-Boote aus Sharm el Sheikh und Safariboote aus Hurghada und Sharm. Der Tauchguide vom Boot macht eine Bug- und Heckleine am Wrack der Thistlegorm fest.
An der Thistlegorm herrscht oftmals starke Strömung. Aber das Tauchen
an der Thistlegorm ist einfacher als oftmals beschrieben. Es geht an der
Leine bis zum Wrack. Druckausgleichprobleme können am Seil meist leicht
gemeistert werden. Auch wird am Seil wieder aufgetaucht. Also keine Gefahr
des Durchploppens. Mit der Strömung geht es dann über das Wrack,
während man zurück den Strömungsschatten zwischen den Aufbauten
oder unter Deck nutzt. Das ganze Wrack ist innen betauchbar. Man sieht zu aller
Zeit Licht und damit eine Aufstiegsmöglichkeit. Der erste Tauchgang dauert
ca. 50 Minuten. Nach einer Stunde Oberflächenpause geht es dann nochmals
45 Minuten unter Wasser. Die Tauchzeit lässt sich natürlich mit Nitrox
wesentlich verlängern, insoweit man kein Luftabsorbierer ist. Ein Abtauchen an der Thistlegorm ist auch heute noch immer lohnenswert. Natürlich hat der Tauchtourismus seine Spuren am Wrack der Thistlegorm hinterlassen. Aber auch heute kann ein Tauchgnag am Wrack der Thistlegorm sich als einmaliges Tauchabenteuer bezeichen.
Tauchen am Wrack der Komoran
Position:
North 28° 02.000´
East : 34° 29.600´
Schiffstyp: Frachtschiff
Schiffsname: Komoran
Nationalität: Deutschland
Baujahr: 1963
Länge: 82,4 mtr.
Breite: 12,7 mtr.
Tonnage: 2733 Tonnen
Untergang: 22. Aug. 1984
max. Tauchtiefe: 12 mtr.
min. Tiefe: 6 mtr.
Dieses Wrack als Wrack zu bezeichnen ist
bestimmt richtig. Denn es ist das Wrack unter den Wracks. Wellen und Strömung
haben nicht viel übrig gelassen. Es sind wirklich nur ein paar Metallteile,
die da noch rumliegen. Und die Lage, oberhalb der North Laguna und der damit
verbundenen, sandigen Strömung lassen leider auch keinen Alternativtauchgang
zu, der Korallen oder andere Viecher versprechen würde. Wenn ihr schon
den langen Weg bis zu den Wrack Inseln gemacht habt, dann geht lieber Fische
gucken am Jackson Reef oder wie wärs mit einem Tauchgang an der South
Laguna?
In einer Tiefe zwischen 25 und 10 Metern
findet man die Überreste der Yolanda, eines zypriotischen Frachtschiffes, welches
hier in der Nacht vom 1. auf den 2. April 1980 auf seinem Weg nach Aqaba gesunken
ist.
Container, Toiletten, Badewannen, Tapeten, Kisten mit Whiskey und sogar ein
BMW 320, der dem Kapitän gehörte, sind verteilt über das ganze Plateau.
Dazwischen tummeln sich große Malabarzackenbarsche, Napoleon-Lippfische, Einfleckschnapper
und Füsiliere. Vorallem an den sandigen Stellen stösst man auf Blaupunktrochen,
Skorpionfische, Steinfische und Krokodilfische.
Das Schiff, welches teilweise über die Wasseroberfläche ragte und sich in einer
instabilen Position befand, da der Bug senkrecht im Boden steckte, wurde Anfang
1987 von den Wellen in eine Tiefe von 50 Metern gestossen und verschwand am
15. März desselben Jahres während eines heftigen Seesturms im darunter liegenden
Blau.
Bei den Überresten dieses Wracks handelt es sich um eines
der größten betauchbaren Wracks im Roten Meer! Gebaut wurde dieser 174,58m
lange Stückgutfrachter 1972 bei Mihara in Japan unter dem Namen Ryusei Maru.
Die zwei Sechszylinder-Dieselmotoren ermöglichten diesem 24,85m breiten Schiff
mit seinen 11.600 BPS eine Geschwindigkeit von 17 Knoten! Von der Konzeption
her befinden sich vor den Brückenaufbauten am Heck fünf Laderäume. Zwischen
diesen waren vier hohe Krananlagen angebracht,. Zuletzt gehörte die Ryusei Maru der Aksonas Shipping Co.
Ltd. in Limassol auf Zypern. Diese hatte sie 1996 für 1,36 Millionen britische
Pfund gekauft, in Million Hope umgetauft -und für 4,1 Millionen britische
Pfund versichert...... Nur sechs Wochen später -morgens am 20. Juni 1996-
brummte sie mit einer Ladung von 26.000t Pottasche und Phosphaten für Taiwan
von Akaba in Jordanien kommend bei Nabq -ca. fünf Kilometer nördlich von Sharm
el Sheikh an der Östküste der Sinaihalbinsel- als Totalverlust auf das Riff
bei Gamila.... Angeblich verschlechterte sich die Sicht drastisch schnell,
so daß keine Gegenmaßnahmen mehr möglich waren. Nach dem "Casualty Report"
von Lloyds in London vom 24. Juni 1996 sagten einige phillipinische Besatzungsangehörige
jedoch aus,daß der Kapitän sich nicht an die in der Karte vorgeschriebenen
Schiffahrtsrouten gehalten,und trotz schlechter werdender Sicht die Geschwindigkeit
nicht verringert hätte.